Direkter Aufstieg auf die European Challenge Tour

Pro Golf Tour

Direkter Aufstieg auf die European Challenge Tour für Dreifach-Sieger. Gute Nachrichten für Spitzenspieler der Pro Golf Tour: Ab sofort steigt derjenige sofort und direkt auf die European Challenge Tour auf, der in einer Saison drei oder mehr Turniere der Pro Golf Tour gewinnt.

von Matthias Lettenbichler

Dreifach-Champions erhalten sofort Kategorie 13 sowohl für die laufende als auch für die folgende Challenge-Tour-Saison. Die Neuerung gilt bereits ab der Saison 2017 für alle vier anerkannten Satellite-Touren, wobei die drei Siege aber in jedem Fall auf ein und derselben Tour erzielt werden müssen.

„Wir glauben, dass diese Regelung die Bindung zwischen den Satellite Touren und der Challenge Tour stärkt – zum Wohl der Spieler“, so Alain de Soultrait, Direktor der European Challenge Tour, die ihren Sitz im englischen Wentworth hat. Mit Blick auf eine ähnliche Regelung zwischen Challenge Tour und European Tour – Dreifach-Sieger der Challenge Tour genießen sofortiges Startrecht auf der European Tour – habe man sich zu dieser Neuerung entschlossen. Wobei der potentielle Direkt-Aufsteiger in der laufenden Saison den letzten Platz der Kategorie 13 zugeteilt bekommt, in der folgenden Saison den ersten Platz dieser Klasse. Kategorie 13 entspricht dabei exakt der Einstufung, die auch die Top 5-Aufsteiger der abschließenden Pro Golf Tour Order of Merit im Folgejahr auf der Challenge Tour erhalten. Zu diesen Top 5 zählen gegebenenfalls auch jene Spieler, denen der direkte Aufstieg als Mehrfachsieger gelungen ist.

In der Geschichte der Pro Golf Tour, die seit 2001 den Status einer offiziellen Satellite Tour der European Tour genießt, hätten in den letzten zehn Jahren bereits zahlreiche Akteure von der neuen Regel profitiert. So setzte sich Martin Kaymer 2006 bei fünf Turnieren durch, ebenso gewann Tino Schuster 2007 fünfmal. In der Saison 2008 feierte der Engländer James Ruth drei Turniererfolge, ebenso wie der Niederländer Reinier Saxton im Jahr 2011. Im Turnierjahr 2012 streckte Marcel Haremza den Siegerpokal viermal in die Höhe, ebenso oft wie Florian Fritsch in der Saison 2013. Sie alle gewannen jeweils auch die Gesamtwertung der Pro Golf Tour. Kurios das Ergebnis die Saison 2015: Der Berliner Philipp Mejow holte sich mit zwei Siegen Rang 1 der Gesamtwertung, aber der Schweizer Benjamin Rusch und der Frankfurter Martin Keskari gewannen jeweils drei Turniere. Die Alps Tour verzeichnete seit 2011 drei Mehrfach-Gewinner, sechs Spielern der Nord Golf League gelang dieses Kunststück, und einem Akteur der PGA Europro Tour: 2011 dem Engländer Chris Hanson.

Für die Spieler der Pro Golf Tour ist das nun noch ein Anreiz mehr, auf Sieg zu spielen. Was übrigens in mehrfacher Hinsicht gerade für die beiden noch ausstehenden Turniere der Saison 2017 in Marokko gilt, die Open Ocean (23. bis 25. März) und die Open Tazegzout (29. bis 31. März) in Agadir: Der beste Akteur der sechs Marokko-Events der Pro Golf Tour 2017 erhält auch in diesem Jahr eine Wildcard für die Trophée Hassan II, das mit 2,5 Millionen Euro dotierte Turnier der European Tour, das vom 13. bis 16. April auf dem Platz Royal Golf Dar Es Salam in Rabat stattfindet. Dort gastierte die Pro Golf Tour zuletzt in der Saison 2015.

Weitere Informationen zur Pro Golf Tour.